Trafigura warnt: Die größte Energiekrise der Welt ist noch lange nicht vorbei
Die Straße von Hormuz ist aufgrund des andauernden Nahostkonflikts faktisch geschlossen, die Transportmengen liegen nahe null und die Exporte von Öl, LNG und Raffinerieprodukten sind stark eingeschränkt — Trafigura bezeichnet dies als die größte Energiekrise der Geschichte mit Verlusten von ~14 Millionen Barrel pro Tag. Selbst ein baldiges Friedensabkommen würde die maritimen Handelsströme nicht rasch wiederherstellen, da Schiffsumpositionierungen, geleerte Lagerbestände und gestörte Logistikketten den Tanker-, LNG- und Rohstofftransport voraussichtlich über Monate belasten werden.
Verwandte Nachrichten
Stau am Panamakanal erreicht Jahreshöchststand und löst Jones-Act-Ausnahmen aus
Der Stau am Panamakanal hat 2026 seinen Jahreshöchststand erreicht: Die Wartezeiten sind im Jahresvergleich um 50 % gestiegen, und eine geplante Trockenlegung der Gatún-Schleusen (9.–17. Juni) wird die täglichen Transitslots von ~36–40 auf 16 halbieren, was die Verzögerungen für Tanker, Massengutfrachter und Containerschiffe stark verschärft. Der Rückstau hat mehrere Jones-Act-Ausnahmen für US-Inlandstransporte ausgelöst und könnte zu umfangreichen Umleitungen über das Kap der Guten Hoffnung oder Kap Hoorn führen, wobei die Staurisiken aufgrund möglicher El-Niño-bedingter Wasserstandsbeschränkungen über Juni hinaus anhalten.
Mehr Öl entkommt aus Hormuz und lässt Händler im Ungewissen
Die Straße von Hormuz bleibt aufgrund des andauernden US-Iran-Konflikts schwer gestört: Der Tankerverkehr liegt bei rund einem Zehntel des Vorkriegsniveaus, und ~65 % der auslaufenden beladenen Tanker fuhren im Mai 2026 im "dunklen" Modus (AIS ausgeschaltet). Über 13 Millionen Barrel Öl pro Tag bleiben im Golf gestrandet, die Versicherungsprämien sind hoch, Ölfelder stehen still, und eine vollständige Erholung hängt von einer politischen Lösung und der Normalisierung der Logistik ab.