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Die Erwartung von US-Zöllen auf Kupferimporte führt zu einem Anstieg vorsorglicher Lieferungen in US-Häfen, was Staus oder erhöhte Verkehrsmengen verursachen könnte. Zudem birgt die nahezu vollständige Schließung der Straße von Hormuz infolge des langanhaltenden Nahostkonflikts ein erhebliches Umleitungsrisiko für Schiffe, die diesen kritischen Engpass durchqueren.
Die Straße von Hormuz bleibt nach den US- und israelischen Angriffen auf den Iran am 28. Februar 2026 den dritten Monat in Folge gestört, was die Rohöllieferungen durch diesen kritischen Engpass stark einschränkt und umfangreiche Umleitungen über die Umgehungspipelines von Fudschaira und Yanbu erzwingt. Indien hat rund 50 % seiner üblichen Energieversorgungsroute durch Hormuz verloren (~2,5–2,7 Mio. bpd), was deutliche Verschiebungen der Tankerverkehrsmuster hin zu alternativen Häfen und diversifizierten Lieferantenherkünften auslöst.
Die Verfügbarkeit von Bunkertreibstoff ist in mehreren europäischen und afrikanischen Häfen stark eingeschränkt, bedingt durch verknappte Lieferungen von Mischkomponenten infolge der Hormuz-Störungen und historisch niedrige ARA-Heizölbestände (44 % unter dem Februarniveau). An wichtigen Bunkerdrehkreuzen sind verlängerte Vorlaufzeiten von 5–14 Tagen erforderlich, mit zusätzlichen wetterbedingten Betriebsschließungen in Las Palmas und Walvis Bay.
Die Schließung der Straße von Hormuz (SoH) verursacht massive Störungen im Offshore-Schiffsbetrieb im Golf des Nahen Ostens: Bis zu 15 Versorgungsschiffen (OSV) wurden in den VAE Verträge gekündigt, in Katar kam es zu weitreichenden Aussetzungen, und Neubauten sind im Golf von Oman gestrandet und warten auf Zugang. Die Versicherungskosten sind um das bis zu Zehnfache gestiegen, EPC-Bauprojekte stocken, weil sich Ausrüstung nicht aus Asien importieren lässt, und derzeit kann kein OSV in den Golf des Nahen Ostens ein- oder ausfahren.
Auf der Konferenz Posidonia/Capital Link in Athen fordern Reedereimanager, dass jedes US-iranische Friedensabkommen klare Regeln für die Durchfahrt von Handelsschiffen durch die Straße von Hormuz enthält, und warnen, dass die anhaltende geopolitische Unsicherheit den normalen Schiffsbetrieb im Golf stört. Mindestens ein Schiff sitzt seit rund drei Monaten im Golf fest, bei Hochrisiko-Versicherungsbedingungen und ohne klaren operativen Rahmen für eine sichere Durchfahrt.